Finanzkrise
Als
Finanzkrise bezeichnet man eine wirtschaftliche Zeit der Flaute, die
sich insbesondere auf die Anlageformen auswirkt. In einer Finanzkrise
wird klar, dass ein bewährtes Wirtschaftssystem zwar nicht von heute
auf morgen ins Wanken geraten kann, aber im Laufe der Zeit in seinen
Grundfesten erschüttern. Wenn es zu einer Finanzkrise kommt, versuchen
natürlich die Unternehmen erst einmal alles zusammenzuhalten, was schließlich
zu Entlassungen und zum Auftragsrückgang bei den Zuliefererunternehmen
führt. Banken geben auch an Privatleute dabei nur noch sehr selten und
wenn zu teuerem Geld Kredite heraus. Und auch Verbraucher fragen Kredite
kaum an. Der Grund hierfür sind Verunsicherungen auf beiden Seiten.
Dabei ist eines der Merkmale einer Finanzkrise eine finanzielle Schieflage
der Banken. Hervorgerufen etwa durch Fehlspekulationen.
Durch gezielte Maßnahmen und letztlich durch Zins- und Steuersenkungen
jedoch kann der Staat den Banken aus der Finanzkrise heraushelfen. Finanzkrisen
sind dabei so alt, wie die Finanzwirtschaft selbst. Die älteste belegte
Finanzkrise ist die des Jahres 1636, die als Tulpenkrise in die Geschichte
einging. Weitere Finanzkrisen waren die der Jahre 1869 und 1873. 1929
ging eine große Finanzkrise von den USA aus. Dieses Ereignis führte
zur großen Depression der 1930er Jahre. Und auch 1987 stürzten die Börsen
in den USA die Welt in eine lange andauernde Wirtschaftskrise.